Hüte dich vor den Gefahren einer falschen Gnadenlehre

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Wir leben in aufregenden Zeiten. Unser Herr Jesus stellt wirklich das Evangelium der Gnade wieder her, das zuerst dem Apostel Paulus anvertraut wurde. In den letzten zehn Jahren durfte ich unzählige Lebensberichte lesen, die uns zugesandt wurden – von kostbaren Menschen, die von allen möglichen Abhängigkeiten befreit wurden: Rauchen, Drogen, Alkohol und ganz besonders Pornografie.

Über die Befreiung von der schweren Last der Schuldgefühle und Selbstverurteilung hinaus werden echte Leben, echte Ehen und echte Familien verwandelt. Diese Menschen leben durch die Kraft seiner erstaunlichen Gnade zur Ehre Jesu. Gnade ist keine Bewegung, keine Lehre, kein Thema zum Studieren. Es geht um eine Person. Sein Name ist Jesus. Was ein Mensch über unseren Herrn und Retter, Jesus Christus, glaubt – und was er am Kreuz vollbracht hat – macht den entscheidenden Unterschied.

Durch Gnade über die Sünde herrschen

Um die Gnade Gottes zu verstehen, ist es entscheidend, den Unterschied zwischen dem alten Bund des Gesetzes und dem neuen Bund der Gnade zu kennen. In Johannes 1,17 steht: „Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“ Das Gesetz wurde durch einen Diener gegeben; Gnade und Wahrheit kamen durch den Sohn. Das Gesetz sagt, wie der Mensch sein sollte; Gnade offenbart, wer Gott ist. Der Buchstabe tötet, der Geist hingegen macht lebendig (siehe 2. Korinther 3,6). Unter dem Gesetz fordert Gott Gerechtigkeit vom sündig bankrotten Menschen. Unter der Gnade aber gibt Gott die Gerechtigkeit als Geschenk. Alle, die an Jesus glauben und ihn als ihren Herrn und Retter anerkennen, stehen unter dem neuen Bund der Gnade.

Doch viele Gläubige leben heute in Verwirrung. Sie vermischen Gesetz und Gnade, indem sie manche Aspekte des Gesetzes und manche Aspekte der Gnade in ihrem Glaubensleben festhalten. So leben sie weiterhin mit Niederlagen, anstatt durch die überfließende Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit über die Macht der Sünde zu herrschen.

Römer 5,17 sagt deutlich, dass die, „welche den Überfluss der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus!“ Wenn wir im Leben herrschen, herrschen wir über Sünde, Abhängigkeiten und jede Form des Bösen.
Dank sei unserem Herrn Jesus, der heute die Reinheit des Evangeliums der Gnade wiederherstellt, sodass viele Menschen Freiheit von langjährigen Süchten und anderen Gebundenheiten erfahren. Mit großer Freude berichten sie, wie der Herr sie übernatürlich von jahrzehntelangem Drogen- und Sexmissbrauch, häufigen Panikattacken und sogar von langjähriger Depression befreit hat. Andere schreiben voller Dankbarkeit, weil Er ihre Ehen und die Beziehungen zu entfremdeten Kindern wiederhergestellt und ihre Körper geheilt hat, wo Ärzte keine Hoffnung mehr machten. Eines war allen gemeinsam: Sie gingen von Niederlage zu Sieg, von Zusammenbrüchen zu Durchbrüchen, weil sie eine Begegnung mit unserem Herrn Jesus hatten und eine Offenbarung seiner erstaunlichen Gnade empfingen.

Verzerrungen in der Wiederherstellung von Gottes Wahrheit

Doch wie bei jeder Wiederherstellung göttlicher Wahrheiten in der Geschichte der Gemeinde gibt es auch heute Verzerrungen in Bezug auf die Wiederherstellung der Gnade. Es gibt viele Kontroversen, Ungenauigkeiten und Fälschungen des echten Wirkens der Gnade Gottes in seiner Gemeinde und im Leben von Menschen. Bedauerlicherweise gibt es auch einige, die die Wahrheit von Gottes erstaunlicher Gnade falsch darstellen und „Gnade“ als Vorwand für ein zügelloses Leben gebrauchen, das klar im Widerspruch zu Gottes Wort steht.
Es ist entscheidend, dass wir unsere Schlussfolgerungen über Gottes Gnade nicht aufgrund der wenigen ziehen, die sie missbrauchen, sondern dass wir Gottes Wort studieren, um zu verstehen, was das ursprüngliche, unverfälschte Evangelium der Gnade wirklich ist.

Unsere Verantwortung als Diener Gottes, denen das Evangelium anvertraut ist, besteht nicht darin, uns von der Wahrheit von Gottes Gnade zurückzuziehen, sondern auf den Rat zu achten, den Apostel Paulus an Timotheus gab. Er ermahnte seinen jungen Schüler: „Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist“ (2. Timotheus 2,1) und „Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt“ (2. Timotheus 2,15).

Aus diesem Grund möchte ich in diesem Artikel auf einige falsche und verfälschte Gnadenlehren eingehen, die sich weit verbreitet haben und manche in die Irre führen. Diese falschen Lehren haben leider auch manche Pastoren und Diener vom Evangelium der Gnade abgestoßen. Das ist sehr bedauerlich, und mein Gebet ist, dass Pastoren und Gemeindeleiter weltweit eine klare Offenbarung und ein tiefes Verständnis von der guten Botschaft empfangen, die Leben verändert und Menschen in eine enge Beziehung zu unserem Retter zieht. Ich bete, dass wir als von Gott eingesetzte Hirten nicht aufgrund von unvollständigen Zitaten und Hörensagen urteilen, sondern sorgfältig prüfen, was jeder Prediger der Gnade wirklich lehrt, und es gewissenhaft mit der Schrift abgleichen.

Ist Gnade einen Freibrief zum Sündigen?

Wegen des Missbrauchs und der falschen Darstellungen der echten Gnadenbotschaft habe ich viele gehört, die andere warnen: „Hütet euch vor dieser gefährlichen Gnadenlehre, sie gibt den Menschen einen Freibrief zum Sündigen.“
Wenn du von einer „Gnadenlehre“ hörst, die dir sagt, es sei in Ordnung zu sündigen, ohne Rücksicht auf den Herrn zu leben und dass Sünde keine Konsequenzen habe, lautet mein Rat: Fliehe vor dieser Lehre.

Das ist nichts anderes als eine falsche Gnade. Echte Gnade lehrt, dass Gläubige in Christus berufen sind, heilig, untadelig und unsträflich zu leben. Sie lehrt, dass Sünde immer zerstörerische Konsequenzen nach sich zieht und dass nur durch die Kraft des Evangeliums von Jesus Christus jemand von der Herrschaft der Sünde befreit werden kann. Lies Titus 2,11–15:

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun. Dieses sollst du lehren und mit allem Nachdruck ermahnen und zurechtweisen. Niemand soll dich gering schätzen!

Das Wort Gottes sagt unmissverständlich, dass die Gnade uns lehrt, die Gottlosigkeit abzulehnen und gottesfürchtig zu leben. Deshalb: Hüte dich vor falschen Gnadenlehren, die der Bibel widersprechen.

Wie erkennen wir also, ob jemand wirklich unter der Gnade lebt?

Wir schauen uns sein Leben an.

Wenn jemand seine Frau verlässt, weil er lieber mit seiner Sekretärin zusammen ist, und dir sagt, er sei „unter der Gnade“, dann sage ihm, dass er nicht unter der Gnade, sondern unter Selbsttäuschung lebt! Richte dich nach der Autorität von Gottes Wort, nicht nach den Worten dieses Menschen. Römer 6,14 betont: „Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“ Wenn dieser Mensch wirklich unter der Gnade leben würde, wäre er nicht von einer solchen Sünde beherrscht. Niemand, der in Sünde lebt, kann die Gnade als Vorwand gebrauchen, denn das widerspricht der Heiligen Schrift.

Echte Gnade ist kein Freibrief zum Sündigen; sie ist die Kraft, sich nicht mehr von der Sünde beherrschen lassen zu müssen. Echte Gnade kompromittiert nicht Gottes heilige Maßstäbe und duldet keine Sünde; sie ist die Lösung, die Menschen die Kraft gibt, ein herrliches Leben zu führen, das eifrig gute Werke hervorbringt.

Es wird immer einige geben, die die Gnade missbrauchen, durch falsche Lehren Verwirrung stiften und in einer Weise leben, die den Herrn nicht verherrlicht. Aber wie sollen wir darauf reagieren? Sollen wir deshalb zurückschrecken, das wahre Evangelium der Gnade zu predigen und zu lehren, nur wegen dieser Missbräuche? Ganz bestimmt nicht! Ich möchte dich heute mit den Worten des Titus auffordern: „Dieses sollst du lehren und mit allem Nachdruck ermahnen und zurechtweisen. Niemand soll dich gering schätzen!“

Mit anderen Worten: Zieh dich nicht zurück, wenn es darum geht, die Gnade Gottes zu predigen. Im Gegenteil – wir sollten die Verkündigung des echten Evangeliums verdoppeln, das lehrt, „die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden [zu] verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig [zu] leben in der jetzigen Weltzeit“. Je mehr echte Gnade gepredigt wird, desto mehr werden falsche Gnadenlehren entlarvt und zum Schweigen gebracht.

Menschen mögen mit dem Wort „Gnade“ um sich werfen, sich „Gnadenprediger“ nennen und von „Gnaden-Gemeinden“ oder „Gnaden-Diensten“ sprechen. Doch wir müssen unterscheiden können. Nur weil jemand das Wort „Gnade“ gebraucht, heißt das nicht, dass er das Evangelium der Gnade korrekt oder wahrheitsgetreu repräsentiert. Prüfe alles! Stelle sicher, dass ihre Haltung gegenüber der Sünde eindeutig ist, denn Sünde ist zerstörerisch und bringt eine ganze Reihe schädlicher Folgen mit sich.

Echte Gnade missachtet nicht die Moral der Zehn Gebote

Bei einer falschen Gnadenlehre gibt es viele falsche Erklärungen über die Zehn Gebote. Doch wahre Gnade lehrt, dass die Zehn Gebote heilig, gerecht und gut sind. Wahre Gnadenlehre achtet die moralische Vorbildlichkeit, die Werte und Tugenden, die in den Zehn Geboten enthalten sind. Die Zehn Gebote sind so vollkommen in ihrem Maßstab und so unerbittlich in ihren heiligen Forderungen, dass Galater 3,11 sagt, dass durch das Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird. Die Rechtfertigung vor Gott kann allein durch den Glauben an Christus kommen.

Die Zehn Gebote sind herrlich. Das Problem war nie das vollkommene Gesetz Gottes oder die Zehn Gebote.

Das Problem war immer die Unfähigkeit des unvollkommenen Menschen, Gottes vollkommenes Gesetz zu halten.

Nach den Bedingungen des mosaischen Bundes galt: Wenn du Gottes Gesetz hieltest, wurdest du gesegnet. Wenn nicht, warst du verflucht und unterlagst einem Todesurteil.

Die Tatsache ist: Unter dem alten Bund konnte kein Mensch das Gesetz vollkommen halten. Deshalb traf Gott schon bald nach der Gesetzgebung die Anordnung von Tieropfern, sodass der Fluch, die Verdammnis und das Todesurteil des Menschen auf einen geopferten Stier oder ein Lamm übertragen werden konnten. Das ist ein Bild von Jesus am Kreuz! Als Johannes der Täufer unseren Herrn Jesus am Jordan sah, rief er aus: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ (Johannes 1,29). Selbst im Gesetz sehen wir: Die einzige Hoffnung des Menschen, endgültig vor Gott gerecht zu sein, ist Christus. Wahre Gnadenlehre achtet den hohen moralischen Maßstab des Gesetzes, macht uns aber zugleich deutlich, dass niemand durch das Halten der Zehn Gebote gerechtfertigt werden kann – damit wir erkennen, wie sehr wir Christus brauchen.

Wahre Gnade führt dazu, dass du das Gesetz mehr als erfüllst

In den 1.500 Jahren, in denen Gottes Volk unter dem Gesetz lebte, konnte kein einziger Mensch (außer unserem Herrn Jesus) die Zehn Gebote vollkommen halten und dadurch gerechtfertigt werden. Höre aufmerksam zu, was ich nun sage: Unter der Gnade, wenn wir die Liebe unseres Herrn Jesus erfahren, werden wir das Gesetz erfüllen! Unter echter Gnade werden wir am Ende heilig sein. Gnade bringt wahre Heiligkeit hervor! Wie der Apostel Paulus mutig verkündete: „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes“ (Römer 13,10).

Wenn die Liebe Jesu in uns ist, können wir gar nicht anders, als das Gesetz zu erfüllen. Wenn unsere Herzen von Gottes Gnade und Güte überfließen, verlieren wir das Verlangen nach Ehebruch, Mord, falschem Zeugnis oder Habgier.

Wir empfangen die Kraft, unsere Mitmenschen zu lieben wie uns selbst. Woher kommt diese Kraft? Daraus, dass wir fest in der Gnade Gottes verwurzelt und gegründet sind. Wir haben die Kraft zu lieben, weil er uns zuerst geliebt hat (siehe 1. Johannes 4,19)!

Die Tatsache ist: Wenn Gottes Kinder unter der Gnade stehen, erfüllen sie nicht nur den Buchstaben des Gesetzes, sondern sie gehen sogar darüber hinaus und tun mehr, als das Gesetz fordert. Das Gesetz gebietet uns: „Du sollst nicht ehebrechen.“ Und ja, es gibt Menschen, die den Buchstaben dieses Gesetzes einhalten und äußerlich keinen Ehebruch begehen. Doch innerlich fehlt ihnen jede Liebe zu ihrem Ehepartner. Gnade verändert genau das. Gnade befasst sich nicht nur mit dem Äußeren; sie geht tiefer und lehrt einen Mann, seine Frau zu lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat.

Genauso kann uns das Gesetz gebieten: „Du sollst nicht begehren.“ Aber es hat keine Kraft, uns zu fröhlichen Gebern zu machen. Auch hier geht die Gnade Gottes weit über das Oberflächliche hinaus und verwandelt unsere gierigen Herzen in Herzen voller Liebe, Mitgefühl und Großzügigkeit. Erinnere dich an die Geschichte von Zachäus in Lukas 19: Kein einziges Gebot wurde ihm gegeben. Doch als die Liebe und Gnade unseres Herrn Jesus sein Herz berührten, wollte der einst gierige und korrupte Zöllner die Hälfte seines Besitzes den Armen geben und jedem, den er betrogen hatte, das Vierfache zurückzahlen. Die Liebe zum Geld starb in ihm, als die Liebe von Jesus kam.

Im Gegensatz dazu kam der reiche junge Mann in Lukas 18 zu unserem Herrn Jesus und prahlte damit, dass er alle Gebote gehalten habe. Dieser junge Mann erwartete vermutlich, dass Jesus ihn für sein gesetzestreues Leben loben würde, und er war sich seiner Sache ziemlich sicher. Doch achte darauf, was Jesus zu ihm sagte: Statt ihn zu loben, sagte er: „Eines fehlt dir noch“ (siehe Lukas 18,22). Jedes Mal, wenn wir damit auftrumpfen wollen, durch das Halten des Gesetzes gerechtfertigt zu werden, zeigt uns der Herr einen Bereich, in dem wir versagen. Jesus forderte den jungen Mann auf, alles zu verkaufen, es den Armen zu geben und ihm nachzufolgen. Er gab ihm damit im Kern das erste Gebot: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ – nicht einmal Geld. Und was geschah? Der junge Mann ging traurig davon. Er war nicht einmal in der Lage, eine einzige Münze herzugeben! Ich glaube, dass der Heilige Geist diese beiden Geschichten bewusst nebeneinandergestellt hat, um uns zu zeigen, was geschieht, wenn Menschen sich auf das Halten des Gesetzes etwas einbilden – und was die Kraft von der bedingungslosen Gnade Jesu im Leben von Menschen bewirkt.

Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit ohne den Schleier

Gottes Gnade richtet sich nicht gegen das vollkommene und göttliche Gesetz der Zehn Gebote. Im Gegenteil, der Apostel Paulus schreibt: „Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen“ (Römer 7,22); „ich sehe aber“, fährt er fort, „ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet und mich gefangen nimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist“ (Römer 7,23). Kannst du das sehen? Das Gesetz Gottes ist heilig, gerecht und gut – aber es hat keine Kraft, dich heilig, gerecht und gut zu machen. Höre, was Paulus in Römer 7 sagt:

Will ich damit etwa behaupten, dass Gottes Gesetz Sünde ist? Natürlich nicht! Das Gesetz an sich ist nicht sündig; aber durch das Gesetz erkannte ich erst meine Sünde. Ich hätte nicht gewusst, dass es falsch ist zu begehren, wenn das Gesetz mir nicht gesagt hätte: »Du sollst nicht begehren.« Doch die Sünde benutzte das Gebot und weckte in mir viele schlechte Leidenschaften! Gäbe es kein Gesetz, dann hätte die Sünde keine Macht. … Das Gesetz selbst aber ist heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut. Aber wie kann das sein?… die Sünde benutzte das Gute, um mir den Tod zu bringen. Daran erkennen wir, wie schrecklich die Sünde ist:… Das Gesetz ist also gut, weil es vom Geist Gottes kommt. Ich aber bin als Mensch wie in die Sklaverei verkauft und werde von der Sünde beherrscht.

— Römer 7,7–8.12–14 (NLB)

Wir lernen von Paulus: Wenn wir Gottes vollkommenes Gesetz mit dem Fleisch (dem Sündenprinzip) verbinden, ist das Ergebnis keine Heiligkeit. Das Ergebnis ist – wie Paulus beschreibt – ein Leben, das von Sünde, Verurteilung und Tod beherrscht wird. Unsere menschliche Natur ist durch und durch verdorben, und solange wir in diesem sterblichen Körper sind, wird das Sündenprinzip unserer Menschennatur immer wieder angeregt. Doch gepriesen sei unser Herr Jesus Christus: Dies muss nicht in Elend und Hoffnungslosigkeit enden! Weil Jesus am Kreuz vollbracht hat, was wir niemals konnten, kann der Schleier des Gesetzes entfernt werden, sodass wir Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen und herrlich verwandelt werden:

Wenn also schon das, was vergeht, voller Herrlichkeit ist, dann besitzt das, was bleibt, unermesslich viel größere Herrlichkeit. … Doch die Gedanken der Menschen wurden verfinstert, und bis auf den heutigen Tag liegt ein Schleier über ihrem Denken. Wenn das Gesetz des alten Bundes vorgelesen wird, erkennen sie die Wahrheit nicht. Dieser Schleier kann nur durch den Glauben an Christus aufgehoben werden. … Von uns allen wurde der Schleier weggenommen, sodass wir die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel sehen können. Und der Geist des Herrn wirkt in uns, sodass wir ihm immer ähnlicher werden und immer stärker seine Herrlichkeit widerspiegeln.

— 2. Korinther 3,11.14.18

Gottes Wort stellt klar: Das Gesetz stachelt unsere sündige Natur auf, wohingegen die Gnade wahre Heiligkeit hervorbringt. Heiligkeit bedeutet, immer mehr wie Jesus zu werden – und das geschieht, wenn der Schleier des Gesetzes entfernt wird. Wenn der Schleier weggenommen ist, sehen wir unseren wunderbaren Retter von Angesicht zu Angesicht, und seine herrliche Gnade verwandelt uns von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Das herrliche Evangelium der Gnade bringt immer herrliche Leben hervor. Wenn wir unseren Blick auf Jesus richten, wachsen wir von Herrlichkeit zu Herrlichkeit und leuchten als ein Zeugnis für die Güte des Herrn und seine moralische Vorzüglichkeit.

Gnade bedeutet nicht automatische Errettung für alle

Als unser Herr Jesus auf Golgatha starb, nahm er durch das eine Opfer am Kreuz die Sünden der ganzen Menschheit auf sich. Er trug das Gericht, die Strafe und die Verurteilung für jede einzelne Sünde. So groß ist der Wert dieses einen Menschen, Jesus – er ist eine „Überzahlung“, die jede Sünde deckt.

Aber heißt das, dass nun alle Menschen automatisch Vergebung haben und gerettet sind?

Natürlich nicht! Auch wenn am Kreuz für alle Sünden bezahlt wurde, muss doch jeder Einzelne eine persönliche Entscheidung treffen: die Vergebung all seiner Sünden anzunehmen, indem er Jesus als seinen persönlichen Herrn und Retter empfängt. Jede sogenannte „Gnadenlehre“, die etwas anderes behauptet, ist eine verfälschte Lehre. Es gibt keinen anderen Weg zur Rettung als durch Jesus und sein vergossenes Blut. So sagt es Gottes Wort:

Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!« Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: Alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen, denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«.

— Römer 10,9–13

Die Bibel lässt keinen Raum für Zweideutigkeiten, wenn es darum geht, wie man ein wiedergeborener Gläubiger in Christus wird. Um gerettet zu werden, muss man mit dem Mund bekennen, dass Jesus der Herr ist, und im Herzen glauben, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat.

Wenn also ein „Gnadenlehrer“ behauptet, dass man Jesus nicht als seinen Herrn und Retter annehmen müsse, um gerettet zu werden, weil es auch „andere Wege“ gäbe, dann weicht er klar von der Schrift ab.

Jesus ist der einzige Weg. Es gibt keine Rettung ohne Jesus. Es gibt keine Vergebung ohne das reinigende Blut von Jesus. Es gibt keine Gewissheit, dass uns wirklich alle Sünden vergeben sind, ohne die Auferstehung von Jesus. Rettung gibt es nur in Jesus – und in Jesus allein!

Ich weiß auch, dass es Prediger einer falschen Gnade gibt, die lehren, am Ende würden alle Menschen – ja sogar Satan und seine gefallenen Engel – gerettet werden. Weil sie das glauben, lehren sie auch, dass die Hölle kein realer Ort ewiger Strafe sei. Damit nehmen sie eine extreme Position ein, indem sie Gottes Liebe so betonen, dass sie seine Gerechtigkeit und sein Gericht völlig ausblenden. Sie weigern sich, das anzunehmen, was die Schrift ganz klar über die ewige Qual derer lehrt, die ohne Errettung bleiben. Das ist nicht das Evangelium der Gnade.

Sind nur unsere vergangenen Sünden vergeben?

Wenn es um die Vergebung der Sünden geht, sagt uns das wahre Evangelium: In dem Moment, in dem du Jesus in dein Herz einlädst und ihn als deinen Herrn und Retter bekennst, sind dir alle Sünden – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – vergeben. Um die totale Vergebung zu verstehen, musst du den Wert der Person begreifen, die sich selbst am Kreuz für dich geopfert hat. Nur Jesus – weil er der sündlose Sohn Gottes ist – konnte mit einem einzigen Opfer alle Sünden aller Menschen, die je gelebt haben oder leben werden, für immer bezahlen.

Doch es gibt Lehren, die behaupten, dass dir bei deiner Bekehrung nur die vergangenen Sünden vergeben würden – deine zukünftigen Sünden hingegen würden dir erst vergeben, wenn du sie einzeln bekennst und Gott immer wieder neu um Vergebung bittest. Das widerspricht eindeutig der Schrift. Sieh selbst:

In Epheser 1,7 steht: „In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade“. Im griechischen Urtext steht das Verb „haben“ in der Gegenwartsform. Das bedeutet eine andauernde Handlung: Wir haben fortwährend Vergebung der Sünden – einschließlich jeder Sünde, die wir jemals begehen werden.

In 1. Johannes 2,12 lesen wir: „ Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen.“ Im Griechischen steht „vergeben sind“ hier im Perfekt – eine abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit, deren Wirkung in die Gegenwart hinein fortbesteht. Das bedeutet: Gottes Vergebung gilt jetzt und bleibt gültig – auch für die Zukunft.

Dass alle unsere Sünden vergeben sind, einschließlich unserer zukünftigen, wird in einer weiteren Bibelstelle noch deutlicher:

Denn vorher wart ihr tot aufgrund eurer Schuld und weil euer altes Ich euch bestimmt hat. Doch Gott hat euch mit Christus lebendig gemacht. Er hat uns alle unsere Schuld vergeben. Er hat die Liste der Anklagen gegen uns gelöscht; er hat die Anklageschrift genommen und vernichtet, indem er sie ans Kreuz genagelt hat.

— Kolosser 2,13–14 (NLB)

Jesus hat uns alle Sünden vergeben. Das Wort „alle“ im griechischen Urtext ist pas – und bedeutet wirklich jede Art, jede Sorte, die Gesamtheit, die Fülle. Also: „alle“ heißt alle.

Gottes Vergebung umfasst jede Sünde – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft! Als du Jesus als deinen Retter angenommen hast, hast du die völlige und endgültige Vergebung all deiner Sünden empfangen.

Unsere Aufgabe als Diener Gottes ist es, den Menschen diese feste Gewissheit von Rettung und Vergebung in Christus zu vermitteln – nicht, ihnen durch eine gemischte Botschaft Unsicherheit einzupflanzen, sodass sie sich fragen, ob ihnen wirklich vergeben ist und ob das Werk ihres Retters am Kreuz tatsächlich vollendet ist. Die Gewissheit der Errettung – der theologische Begriff ist „Heilsgewissheit“ – und der totalen Vergebung bildet das Fundament der guten Botschaft, die wir verkünden. Und ich sage dir: Diese Offenbarung führt nicht zu Zügellosigkeit. Jesus selbst sagte, dass diejenigen, denen viel vergeben ist, ihn auch viel lieben werden. Und jedem von uns ist tatsächlich umfassend und viel vergeben – ob wir das nun erkennen oder nicht. Nur wer meint, er habe wenig Vergebung nötig, wird auch nur wenig Liebe für ihn aufbringen.

Mein Gebet ist, dass jeder, der die wahre Botschaft der Gnade hört, erkennt, wie vollkommen Gottes Vergebung für alle ist, die seinen Sohn Jesus Christus annehmen. Diese Erkenntnis wird dich ganz sicher in eine tiefere Liebe zu Jesus hineinziehen und ein Leben hervorbringen, das voller Lobpreis, Ehre und Herrlichkeit für ihn ist.

WAS IST MIT DEM SÜNDENBEKENNTNIS?

Wenn ich predige, dass uns alle Sünden vergeben sind und dass wir beständig unter dem Strom des immer reinigenden Blutes von Jesus stehen, werde ich oft gefragt: Was ist mit dem Sündenbekenntnis, von dem in 1. Johannes 1,9 die Rede ist? Dort heißt es doch klar: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Müssen wir also nicht unsere Sünden bekennen, um Vergebung zu empfangen und von aller Ungerechtigkeit gereinigt zu werden?

Lieber Leser, liebe Leserin, ich bin jemand, der die traditionelle Auslegung dieses Verses konsequent gelebt hat. Als junger Mann, der aufrichtig ein heiliges Leben führen und Gott gefallen wollte, begann ich, meine Sünden ständig zu bekennen, als ich diese Lehre hörte. Ich wollte keine einzige Minute verbringen, ohne „im Reinen mit Gott“ zu sein. Sobald mir nur ein falscher Gedanke kam, bekannte ich diese Sünde sofort. Ich hielt mir sogar den Mund zu und flüsterte mein Bekenntnis, auch mitten bei einem Fußballspiel mit meinen Freunden!

Natürlich fanden meine Freunde das merkwürdig. Und ich war verwirrt, warum meine christlichen Freunde ihre Sünden nicht so wie ich bekannten. Waren sie etwa nicht ernsthaft genug bemüht, hundert Prozent im Reinen mit Gott zu sein?

Das ständige, unaufhörliche Bekennen meiner Sünden machte mich extrem sündenbewusst. Ich war so sehr auf jede negative Regung fixiert, dass ich irgendwann glaubte, es gäbe für mich keine Vergebung mehr. Ich fing sogar an zu glauben, dass ich meine Rettung verloren hätte und in die Hölle käme! Der Feind nutzte meine Besessenheit davon, jede Sünde bekennen zu müssen, und brachte mich unter ständige Verdammnis. Die Belastung wurde so schwer, dass ich das Gefühl hatte, gleich durchzudrehen!

Ich habe in meinem Buch „Unverdiente Gunst“ ausführlicher über meinen damaligen Kampf mit 1. Johannes 1,9 und die wahre Bedeutung dieses Verses geschrieben. Hier nur eine kurze Zusammenfassung:

  • Das erste Kapitel des 1. Johannesbriefs wurde nicht an Gläubige geschrieben, sondern an Gnostiker, die nicht glaubten, dass Jesus im Fleisch gekommen war – deshalb auch die ungewöhnliche Eröffnung des Briefes. Es gibt dort keinen Gruß an Gläubige, wie wir ihn in den anderen Briefen des Johannes finden. Stattdessen beginnt der Apostel Johannes direkt mit einem Angriff auf die gravierende Irrlehre der Gnostiker: „Was von Anfang war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben“ (1. Johannes 1,1). Johannes sagte damit: Jesus ist tatsächlich im Fleisch gekommen, wir haben ihn gehört, gesehen und mit unseren Händen berührt.
  • Erst im 2. Kapitel dieses Briefes erscheint zum ersten Mal die Anrede „Meine Kinder“, und ab da ist klar, dass Johannes die Gläubigen anspricht.
  • Die Gnostiker glaubten außerdem, dass sie keine Sünde hätten. Deshalb sagte Johannes ihnen, dass Gott ihnen vergeben und sie von aller Ungerechtigkeit reinigen würde, wenn sie ihre Sünden anerkennen und bekennen würden (1. Johannes 1,8–9).
  • Die ersten Christen hatten den 1. Johannesbrief die ersten 50 Jahre gar nicht, also konnte ihr „im Reinen mit Gott sein“ unmöglich vom Bekennen ihrer Sünden abhängen.
  • Der Apostel Paulus, der zwei Drittel der Briefe an die Gemeinden schrieb, hat nie ein einziges Mal über das Sündenbekenntnis gelehrt. Selbst in seinem Brief an die Korinther, von denen viele so gesündigt hatten, dass sie Tempelprostituierte aufsuchten, forderte er sie nicht auf, ihre Sünden zu bekennen, um wieder im Reinen mit Gott zu sein. Stattdessen erinnerte er sie daran, wer sie in Christus sind: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid, und dass der Geist Gottes in euch wohnt?“ (1. Korinther 3,16).
  • Unser „im Reinen mit Gott sein“ beruht nicht auf dem unvollkommenen Bekennen der Sünden durch unvollkommene Menschen, sondern auf dem Reichtum von Gottes Gnade und dem vollkommenen Opfer seines Sohnes.
  • Diejenigen, die glauben, 1. Johannes 1,9 verlange von Gläubigen, jede Sünde zu bekennen, sobald sie sündigen, sollten bedenken: Wenn das so wäre, dann müsste wirklich jede einzelne Sünde bekannt werden (denn sonst ist man nach diesem Vers immer noch ungerecht). Man kann nicht auswählen, was man bekennt, oder nur die Sünden aufzählen, an die man sich erinnert. Und es ist für den Menschen schlicht unmöglich, jede einzelne Sünde zu bekennen, die er in Gedanken, Worten oder Taten begangen hat.
  • Das Wort „bekennen“ in 1. Johannes 1,9 ist im Griechischen homologeo, was bedeutet: „dasselbe sagen wie“ oder „übereinstimmen“. Sünden bekennen heißt also: dasselbe über unsere Sünden sagen wie Gott – dass es Sünde ist und dass sie durch das Blut unseres Herrn Jesus Christus vergeben und weggewaschen ist (Offenbarung 1,5). Wenn du gesündigt hast und es dir bewusst wird, bedeutet echtes Bekenntnis, mit Gottes Wort übereinzustimmen und ihm aufrichtig dafür zu danken, dass dir in Christus vergeben ist.

Und für die Theologen möchte ich noch eine tiefe Offenbarung weitergeben, die der Herr mir gezeigt hat. In meinem Studium fragte er mich, ob ich das Wort „Sünden“ in 1. Johannes 1,9 untersuchen und prüfen könne, ob es im Griechischen ein Substantiv oder ein Verb ist. Bist du bereit?

In beiden Fällen, wo in 1. Johannes 1,9 von „Sünden“ die Rede ist, steht das griechische Substantiv hamartia. Laut dem bekannten Bibelgelehrten William Vine bezeichnet hamartia („das Zielverfehlen“) ein „Prinzip oder eine Quelle von Handlungen, ein inneres Element, das Taten hervorbringt … ein herrschendes Prinzip oder eine Macht“. Mit anderen Worten: Es meint das Sündenprinzip, unseren sündigen Zustand aufgrund von Adams Sünde. Weil Johannes hier die Substantivform verwendet, spricht er eindeutig nicht von einzelnen Sündenhandlungen, sonst hätte er das Verb hamartano gebraucht.

Erkennst du, was das bedeutet? 1. Johannes 1,9 spricht nicht davon, dass wir jedes Mal, wenn wir eine Sünde in Gedanken oder Tat begehen, diese bekennen müssten. Johannes sprach vielmehr davon, dass man anerkennen und bekennen muss, dass man wegen Adams Sünde ein Sünder ist und dass man die totale Vergebung aller Sünden durch das vollbrachte Werk von Jesus empfängt. Wie oft muss man das tun? Nur ein einziges Mal.

Darum ist 1. Johannes 1,9 in erster Linie ein Vers zur Errettung. Er ermutigt den Sünder, seinen sündigen Zustand – sein „Sündersein“ – zu bekennen, durch den Glauben an Jesus Christus neu geboren zu werden und seinen Zustand aus Adam gegen einen neuen, gerechten Stand in Christus einzutauschen. Die gnostische Irrlehre leugnete den sündigen Zustand des Menschen. Johannes griff diese Irrlehre direkt im ersten Kapitel auf und ermutigte die Gnostiker, ihren sündigen Zustand zu bekennen und die vollständige Vergebung und Reinigung von aller Ungerechtigkeit durch das vollbrachte Werk Jesu am Kreuz zu empfangen.

Und was sagt Johannes dann über das Begehen von Sünden, nachdem wir Gläubige geworden sind? Nur zwei Verse später, im zweiten Kapitel, gibt er selbst die Antwort, als er beginnt, die Gläubigen anzusprechen: „Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten“ (1. Johannes 2,1).

Diesmal ist das Wort „sündigen“ das griechische Verb hamartano. Johannes spricht hier vom tatsächlichen Begehen von Sünden durch Gläubige – von sündigen Gedanken und Taten. Und was sagt er dazu? Er erinnert uns daran, dass wir, wenn wir als Gläubige versagen, einen Fürsprecher beim Vater haben – Jesus Christus.

Durch unseren Herrn Jesus und sein vollbrachtes Werk am Kreuz haben wir Vergebung, und wir stehen trotzdem gerecht vor Gott da, auch wenn wir gesündigt haben. So wie Paulus die Korinther trotz ihrer Sünden daran erinnerte, dass sie immer noch der Tempel des Heiligen Geistes sind, erinnert uns Johannes daran, wer wir in Christus sind und wen wir an Gottes rechter Seite für uns haben.

Kannst du erkennen, dass die Antwort der Bibel auf das Problem der Sünde immer darin besteht, Gläubige an ihre gerechte Identität in Christus zu erinnern? Das ist keine Ermutigung zum Sündigen, sondern eine Ermutigung, auf Jesus zu schauen, die Bestrafung unserer Sünden am Kreuz zu sehen und siegreich und zur Ehre Gottes zu leben. Darum geht es bei echter Buße: sich dem Kreuz zuzuwenden und zu seiner Gnade zurückzukehren! Wenn du heute versagst, darfst du ehrlich mit Gott darüber reden – aber tu es mit der Offenbarung vom Kreuz unseres Herrn Jesus. Sieh deine Sünden in seinem Leib bestraft und empfange neu seine Vergebung und unverdiente Gunst, um über deine Sünde zu herrschen.

BEKENNEN WIR UNSERE SÜNDEN UNTER DER GNADE?

Einmal, als ich in Italien predigte, erzählte mir ein bekannter Psychiater, den man mir vorgestellt hatte, etwas sehr Erschütterndes. Er sagte mir, dass er viele aufrichtige Christen betreut habe, die ein besiegtes Leben führen – einige sogar in psychiatrischen Kliniken –, weil sie glauben, dass ihr „im Reinen mit Gott sein“ davon abhängt, ob sie jede einzelne Sünde bekennen.

Siehst du, wie gefährlich diese Lehre ist? Ohne die Gewissheit völliger Vergebung sind diese Gläubigen sich ständig ihrer Sünden bewusst, beladen mit Schuld und Scham, vom Feind verurteilt, ohne Freude und völlig unsicher in Bezug auf ihre Errettung.

Doch die Wahrheit ist: Jeder Gläubige hat in Christus die totale Vergebung, und sein ewiges Blut reinigt beständig von aller Sünde. In dem Moment, in dem sie diese Wahrheit erkennen, zieht der Himmel in ihre Seele ein – so wie bei Frances Havergal, einer bekannten Liederdichterin des 19. Jahrhunderts. Und die Auswirkung in ihrem Leben ist nicht der Wunsch, hinauszugehen und zu sündigen, sondern der Wunsch, ein Leben zu führen, das ihren Retter verherrlicht. Wer weiß, dass ihm viel vergeben ist – eigentlich alles –, der wird auch viel lieben (Lukas 7,47).

Wir bekennen unsere Sünden im Wissen, dass sie bereits vergeben sind – nicht, um Vergebung zu erlangen.

Heißt das, dass Joseph Prince gegen das Sündenbekenntnis von Christen ist? Lass mich das klar sagen: Ich glaube an das Bekenntnis der Sünden, und ich bekenne meine Sünden auch heute noch. Aber es gibt da einen entscheidenden Unterschied: Ich bekenne meine Sünden im Bewusstsein, dass mir alle Sünden bereits vergeben sind. Ich bekenne sie nicht, um Vergebung zu bekommen. Weil ich eine enge Beziehung zu meinem himmlischen Vater habe, kann ich ehrlich zu ihm sein, wenn ich falsch gehandelt habe. Ich kann mit ihm darüber reden, seine Gnade für meine Schwachheit empfangen und weitergehen – in dem vollen Bewusstsein, dass er mir durch das Opfer seines Sohnes schon vergeben hat. Und ich mache mir keine Sorgen mehr darüber, dass ich unmöglich jede einzelne Sünde bekennen könnte. Denn ich weiß: Es sind nicht meine Bekenntnisse, die mich retten, sondern allein das Blut Jesu.

Geliebtes Kind Gottes, unsere Vergebung wurde vollkommen durch das kostbare Blut unseres Herrn erkauft. Sie hängt nicht davon ab, wie perfekt wir jede einzelne Sünde bekennen können. Wie könnte unsere Vergebung abhängig sein von der Konsequenz, Häufigkeit und Qualität unserer Bekenntnisse? Das würde zwangsläufig scheitern! Unsere Vergebung hängt einzig davon ab, dass wir unser Vertrauen auf die Qualität des sündlosen Blutes unseres Herrn setzen, das am Kreuz vergossen wurde. Zwischen diesen beiden Grundlagen für Vergebung liegt ein himmelweiter Unterschied – und sie bewirken auch einen himmelweiten Unterschied für deinen inneren Frieden!

Du darfst wissen: Die Gnade verharmlost die Sünde nicht – sie ist die Kraft, frei von der Sünde zu werden! Und genau das ist die Wahrheit der Gnade, in der Gott dich festigen will (2. Petrus 1,12): In Bezug auf das Sündenbekenntnis gilt, dass wir unsere Sünden bekennen, weil sie schon vergeben sind – nicht, um Gottes Vergebung erst zu erlangen. Je mehr dir bewusst ist, wie vollkommen dir in Christus schon vergeben ist, desto mehr wirst du tatsächlich über jede Niederlage erhaben leben.

Wahre Gnade lehrt fortschreitende Heiligung

Ich verstehe, dass es Pastoren und Prediger gibt, die sich wirklich Sorgen machen, dass Menschen, wenn sie die Wahrheit des Evangeliums so hören, die totale Vergebung in Christus ausnutzen und ein gottloses Leben führen könnten. Sie befürchten, dass eine solche Verkündigung keine Betonung auf Heiligung oder den Wunsch legt, ein heiliges, gottverherrlichendes Leben zu führen. Das ist jedoch ein Missverständnis, denn wahre Gnade lehrt tatsächlich eine fortschreitende Heiligung.

Ich möchte klarstellen: Auch wenn ein Gläubiger durch das Blut von Jesus gerechtfertigt und gerecht gemacht ist, so ist es ebenso wahr, dass Heiligung ein fortlaufender Prozess in seinem Leben als wachsender Christ ist. Deshalb sagt der Hebräerbrief, dass wir „geheiligt werden“, obwohl wir durch das eine Opfer von Christus „für immer vollendet“ sind (siehe Hebräer 10,14).

Als Gläubige können wir nicht gerechter werden, wohl aber heiliger in Bezug auf die Art, wie wir unser Leben führen.

Die Rechtfertigung durch den Glauben geschah augenblicklich. In dem Moment, in dem wir Jesus angenommen haben, wurde uns vergeben, wir wurden gereinigt und in seiner Gerechtigkeit vollkommen gemacht und gerettet. Wir wurden auch in Christus geheiligt (siehe Hebräer 10,10). Aber es ist wichtig zu verstehen, dass die Offenbarung und die Auswirkung unserer Heiligung in Christus ein Prozess sind. Das bedeutet: Je mehr wir in unserer Beziehung zu Jesus wachsen, desto heiliger werden wir in allen Bereichen unseres Lebens.

Das Wort Gottes sagt: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2. Timotheus 3,16). Deshalb sei wachsam gegenüber jeder falschen Gnadenlehre, die behauptet, Verhalten, Disziplin, Zurechtweisung und ein richtiges Leben seien unwichtig. Die Offenbarung der Vergebung schwächt ein geheiligtes Leben nicht, und sie geschieht auch nicht auf Kosten eines geheiligten Lebens. Sie ist vielmehr der Treibstoff, der ein geheiligtes Leben möglich macht.

Das Merriam-Webster-Onlinewörterbuch beschreibt Heiligung so: „Der Zustand, in der göttlichen Gnade zu wachsen, als Ergebnis des christlichen Lebens nach der Bekehrung.“ Verstehst du? Es geht darum, in der Gnade zu wachsen. Wir sollten die Menschen heutzutage ermutigen, sich im Evangelium der Gnade zu verwurzeln. Paulus sagte zu Timotheus: „[S]sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist“ (2. Timotheus 2,1). Petrus ermutigte die Gläubigen, ein starkes Fundament zu legen, als er in seinem letzten Brief schrieb: „Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus!“ (2. Petrus 3,18).

Wahre Gnade bringt immer wahre Heiligkeit hervor.

Je mehr ein Mensch in der Gnade wächst – je mehr er immer wieder durch das Wasser des Wortes von Gottes Gnade gewaschen wird –, desto mehr wächst er in Heiligung und Heiligkeit. Wenn Menschen die wahre Gnade unseres Herrn Jesus erleben, verblassen im Licht seiner Herrlichkeit und Gnade die Verlockungen und die vergänglichen Freuden der Sünde. Und sie beginnen, siegreich über die Macht der Sünde zu leben.

Schämen wir uns nicht des Evangeliums

Mein Gebet ist, dass dieser Artikel Pastoren, Lehrern und Leitern in der Gemeinde hilft, eine Reise der Unterscheidung zu beginnen – zwischen dem, was echte Gnade ist, und dem, was falsche Gnade ist. Viele der hier geteilten Gedanken stammen aus meinem Buch Die Revolution der Gnade: Erlebe die Kraft für ein Leben frei von Niederlage, wo sie ausführlicher behandelt werden. Ich bitte dich als Bruder oder Schwester in Christus: Zieh dich nicht vom Evangelium der Gnade zurück wegen Hörensagen, falschen Lehren, Kontroversen oder einer kleinen Minderheit, die das Evangelium durch ihren Lebensstil missbraucht und falsch darstellt.

Das Evangelium der Gnade ist die Antwort. Gnade holt einen Menschen, der mit Sünde kämpft, aus einem Leben der Niederlage heraus. Gnade bewirkt nicht eine äußere Form von Heiligkeit, die vergeht, sondern eine bleibende Heiligkeit, die aus einer inneren Verwandlung hervorgeht, die beginnt, wenn jemand Jesus begegnet.

Das geschah bei Neil aus dem Vereinigten Königreich, der uns schrieb, wie der Herr ihn von einer 40-jährigen sexuellen Abhängigkeit befreite:

Während ich ein Buch von Joseph Prince las, wurde ich von einer 40-jährigen Pornografiesucht befreit. In der Vergangenheit hatte ich versucht, mit eigener Kraft und aus eigener Anstrengung frei zu werden, aber ich scheiterte jedes Mal.

In dieser ganzen Zeit nutzte der Teufel diese Abhängigkeit, um mir Angst, Schuldgefühle und Verurteilung aufzubürden. Diese Furcht und Scham hielten mich davon ab, in den vielen Gemeinden, die ich in diesen 40 Jahren besuchte, bei Pastoren um Hilfe zu bitten. Ich hatte sogar in einigen dieser Gemeinden Leitungsaufgaben übernommen.

Als ich das Buch las, bekam ich eine neue Offenbarung darüber, wer ich in Christus bin – dass ich die Gerechtigkeit Gottes in Christus Jesus bin – und dass es keine Verurteilung für die gibt, die in Christus Jesus sind. Durch diese frische Offenbarung wurde die Macht dieser Abhängigkeit für immer in meinem Leben gebrochen.

Heute trage ich einen Ring, um mich daran zu erinnern, dass ich gerecht bin. Jedes Mal, wenn der Teufel versucht, mich zu verführen und mich dazu zu bringen, wieder Pornografie anzuschauen, brauche ich nur den Ring anzusehen – und werde daran erinnert, dass ich die Gerechtigkeit Gottes in Christus bin. Und die Versuchung verliert ihre Macht über mich.

Das ist die Kraft des Evangeliums. Kostbare Leben wie das von Neil werden von der Liebe unseres Herrn Jesus berührt, verändert und verwandelt. Unsere Aufgabe als Diener Gottes, denen das Evangelium anvertraut ist, ist es nicht, uns von der Wahrheit zurückzuziehen, sondern das Wort Gottes sorgfältig zu studieren, es recht zu teilen und seine Wahrheit mutig mit voller Klarheit und Liebe zu verkünden. Wir dürfen uns des Evangeliums nicht schämen. Es ist zweifellos – wie der Apostel Paulus schrieb – „Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt … denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: ‚Der Gerechte wird aus Glauben leben‘“ (Römer 1,16–17). Beim Evangelium geht es nicht um unsere eigene Gerechtigkeit, sondern um die Gerechtigkeit Gottes, die als Geschenk allen gegeben wird, die ihr Vertrauen auf unseren Herrn Jesus setzen. 

Vielleicht gewinnen wir nicht so viele Menschen für Christus, wie wir sollten, weil wir – wenn auch oft unbewusst – ein Evangelium verkündigen, das aus Christus plus unseren Werken besteht. Gute Werke sind das Ergebnis der Rettung, aber sie sind niemals die Bedingung dafür. Erst wenn wir verstehen, dass wir durch Gnade gerettet sind, durch Glauben, wird daraus echte moralische Vorbildlichkeit hervorgehen. Es geschieht nicht andersherum. Ich weiß: Der einzige Grund, warum jede Woche Lebensberichte von Menschen in unser Büro strömen, die von Sünde, Abhängigkeiten und allen möglichen Gebundenheiten frei werden, ist, dass das Evangelium von Jesus Christus gepredigt wird. Mögen wir alle treue Überbringer des wahren Evangeliums der Gnade sein – des Evangeliums, das Leben verändert!

Dieser Artikel wurde ursprünglich von Joseph Prince auf Englisch verfasst.

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